Keine Angst vorm Sterben?
Kirchinger, Johann

Keine Angst vorm Sterben?

Selbsttötungen in Altbayern zwischen Aufklärung und Romantik
Dieses Buch erzählt von Bayern abseits barocker Farbigkeit und bierseliger Gemütlichkeit – von dem Bayern der Ängste und dunklen Sehnsüchte. Es geht um Menschen, die weniger Angst vor dem Tod als vor dem Leben hatten: um den Bauern, dessen Leidenschaft es war, die Kleider seiner Frau anzuziehen – ein letztes Mal, als er sich erhängte; um das adelige Fräulein, das sich anzündete, um für seine Sünden zu büßen; um den Mann, der einem Pakt mit dem Teufel durch einen Sprung in die Altmühl entkommen wollte. Diese und viele weitere Fälle finden sich in den 532 Suizidakten des Bistumsarchivs Regensburg, des größten derartigen Bestands im deutschen Sprachraum, 1719 bis 1855 angelegt, um über die Beerdigungs- strafen zu entscheiden, die auf Selbsttötung standen. Dabei wurden Geschichten aufgeschrieben, die ein Sittengemälde Bayerns von seiner Nachtseite her entstehen lassen – eine bayerische histoire noire.

Zur Printausgabe
Johann Kirchinger,
Dr. phil. habil., geb. 1976, ist Privatdozent für Neuere Geschichte an der Universität Stuttgart und selbstständiger Landwirt im niederbayerischen Holztraubach.
 
ISBN 978-3-7917-7653-8
Dateiformat PDF
Preis 31,99 €

Nachdem der Artikel freigeschaltet ist, können Sie den Download innerhalb von sieben Tagen maximal fünf mal ausführen. Der entsprechende Link zu dem Artikel wird Ihnen mit der Bestätigungs-E-Mail zugesandt.

Die Artikel sind nur für die persönliche Nutzung bestimmt. Eine Weiterverbreitung (insbesondere zu kommerziellen Zwecken und/oder in elektronischen Medien) ist nicht erlaubt. Sie erwerben keine Verwertungsrechte an den Artikeln.

Zahlungsart

Rechnungsanschrift